albergo al prà lago di garda
al prà / limoni

 

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// Zitroten

Was sind denn jene hohen Pfeiler, zum Himmel emporgerichtet, alle in Reih und Glied aufgestellt, mit weissen Steinmauern eingezaeunt? Der Gardasee, insbesondere laengs seines Westufers von Limone bis Salò, bietet dem Besucher noch bemerkenswerte Beispiele von anderswo unauffindbaren, architektonishen Strukturen, als greifbare Zeugnisse einer Epoche und Zivilisation.

Es sind die Ueberreste der Zitronengaerten, , die Goethe vor zwei Jahrhunderten beeindruckten: “…Wir fuhren bei Limone vorbei, dessen Berggaerten, terrassenweise angelegt und mit Zitronenbaumen bepflanzt, ein reiches und reinliches Ansehen geben…” (aus “Italienischer Reise” - 1786). “Ziergaerten”poetisch genannt, reichen die Zitronen-Serren auf das 13. Jahrhundert zurueck, als der Anbau der Zitrusgewaechse auch am Gardasee eingfuehrt wurde. Es entstanden so diese riesigen, charakteristischen Serren, geeignet zum Schuetzen der kostbaren Plantagen vor der moeglichen Strenge des Winters. Zu Gaertnern wurden da die Kuestenbewohner, die bis dahin als zaehe Bauer, scheue Bootsleute oder Fischer lebten.

Die ganze Oekonomie zog einen positiven Nutzen daraus, da die Produktion reichlich, hochwertig und fast ausschliesslichfuer die Ausfuhrnach den mitteleurpaeischen Leandern mit gutem Gewinn bestimmt war. Im Schweisse ihres Angesichtes und mit Beharrlichkeit machten sich die Gaertner jede Erfahrung Jahr fuer Jahr zunutze, um so den Anbau verbessern zu koennen, und vollendeten die Strukturen der Zitronen-Serren, um sie immer rationeller und produktiver zu machen.

Der Gardasee wurde so zum im Norden der Welt am weitesten liegenden Gebiet, wo Zitrusfruechte zu Handelszwecken erzeugt wurden.